| ...... | Oberlaender,
F.A.,
Oberlaender, R.S. (2001): Früherkennung von Patienten mit
parasuizcidalen
Handlungen bei Störung durch Alkohol und
ergotherapeutische Intervention,
in: Praxis Ergotherapie, 14 (3):
156-160
Abstract
In einer Halbjahresperiode (2. Und 3. Quartal 1994) wurden insgesamt 439 Personen in den Entgiftungsstationen einer Abteilung für Abhängigkeitskranken aufgenommen und bei Aufnahme und Entlassung befragt. Dabei wurden 358 Einzeldaten pro Patienten erhoben. Anamnestisch wurden parasuizidal aufgefallene Patienten von solchen unterschieden, die niemals in dieser Weise auffällig geworden waren. Dabei konnte herausgearbeitet werden, dass bei Patienten mit Störung durch Alkohol, die eine Scheidung, den Verlust der Wohnung oder eine gerichtliche Verurteilung in der Vorgeschichte erlebt haben ein signifikant höheres Parasuizidrisiko besteht. Die computergestützte Diagnostik nach Lesch gibt die Möglichkeit Patienten mit Störung durch Alkohol bei depressiver Symptomatik (Typ III), die gerade auch im abstinenten Zustand zu Suizidversuchen tendieren, von solchen zu unterscheiden, die - wie z.B. der Typ I (Störung durch Alkohol bei biologischer Vulnerabilität) ein geringeres Suizidrisiko aufweisen. Mit diesen Schlüsselangaben kann bei dem spezifischen Personenkreis durch engmaschige psychotherapeutische oder pharmakologische Unterstützung Suizidhandlungen bei Patienten mit Störung durch Alkohol vorgebeugt werden.
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